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NETZWERK
DIE USBEKISCHEN KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER
 
DIE DEUTSCHEN UND KÜNSTLERINNEN KÜNSTLER
 
ZIRKUS OHNE GRENZEN IN USBEKISTAN
 


Im August und September 2004 werden sich für 6 bis 8 Wochen die zwei Gruppen aus Deutschland und Usbekistan zusammenfinden, ein gemeinsames Programm ausarbeiten und dann in Usbekistan und Deutschland vorstellen.
Dafür wird eine Gruppe von 6 europäischen Künstlern im August 2004 nach Usbekistan in das Ferghanatal reisen und dort auf die Kokander Seiltänzer-Zirkustruppe Quqon minori treffen.
Die Künstlerinnen und Künstler werden in den ersten drei Wochen im Ferghanatal bleiben und dort unweit der Quqon Minori untergebracht werden. Nachdem sie sich bekannt gemacht haben, werden die ersten Tagen für gemeinsame Proben gebraucht, damit sich die Künstler auch auf der künstlerischen Ebene kennenlernen können. Gemeinsame Auftritte von Zirkus ohne Grenzen sind im Park des Xanspalastes von Kokand und auf den üblichen Auftrittsorten in Städten des Ferghanatales geplant, dazu gehören die Bazare und Parks von Andijan, Namangan, Chust und Ferghana.
Es wird bei der Organisation des Projektes eng mit dem Personal des Kokander Heimatmuseums zusammengearbeitet, die bei der Organisation von Auftrittsmöglichkeiten, Unterkünften und in der Kommunikation mit der Seiltanzgruppe helfen werden. Das Museum verfügt über eine gute Infrastruktur und Anbindung an staatliche Stellen innerhalb des Ferghanatales. Die Projektarbeit in Usbekistan wird dokumentiert. Zur Mithilfe der Organisation des Projektes in Usbekistan werden die Deutsche Botschaft (Ausstellung, Lehrmaterialien) sowie das Goethe Institut internationes mitarbeiten.

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ZIRKUS OHNE GRENZEN IN DEUTSCHLAND
 
 

Im September 2004 werden beide Gruppen zusammen von Usbekistan nach Deutschland reisen. Zunächst wird sich Zirkus ohne Grenzen in Berlin befinden, wo auf dem RAW-Gelände weiter zusammen geprobt werden kann. Wir werden den Usbeken die Stadt zeigen und sie mit der hiesigen Gaukler- und Zirkuskultur vertraut machen. In Berlin werden u.a. im Haus der Kulturen der Welt (angefragt), im Cabuwazi und auf dem RAW-Gelände Auftritte von Zirkus ohne Grenzen stattfinden.
Zirkus ohne Grenzen wird in einer LKW-Karawane unterwegs sein, d.h. dass alle Beteiligten zusammen wohnen, fahren und arbeiten.
Der Zirkus wird nach ca. 14 Tagen nach Hannover fahren und sich dort auf dem Gelände der IGS Linden befinden . Dort und auf einem angrenzenden Gelände steht das Zirkuszelt des ZPZ, das dem Zirkus für eine Woche für Proben und Auftritte zur Verfügung gestellt wird, auch die Mehrzweckhalle der IGS Linden steht zur Verfügung. Neben dem Zelt können die LKW parken, sodass Wohn- und Arbeitsbereich nicht getrennt sind. Das ZPZ und Zirkus ohne Grenzen arbeiten in den Bereichen Kinderzirkus und Bildungsarbeit an Schulen zusammen. In Hannover ist ein weiterer Auftritt des Zirkus ohne Grenzen geplant. Zirkus ohne Grenzen arbeitet in Hannover mit dem Sprengelkino zusammen, das eine Filmreihe zu den Themen Zentralasien, Nomaden und Zirkuskultur veranstaltet und einen der Filme Openair neben dem Zirkusprojekt zeigen wird.
Weitere Veranstaltungsorte für Auftritte, Ausstellung, Filme und Zusammenarbeit mit Schulen in Berlin, Leipzig und Hannover sind und werden zur Zeit angefragt.
Nach dem Abschluss des praktischen Teils des Projekts werden wir die Dokumentation unserer Arbeit fertig stellen und das Projekt auswerten, um eine mögliche weitere Perspektive dieses Projekts bzw. Folgeprojekte zu entwickeln.

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BILDUNGSARBEIT IN SCHULEN

Der Umgang und die Auseinandersetzung mit fremden Lebenswelten, wird gerade in der Schulzeit geprägt. Deshalb bereiten wir im Rahmen des Zirkusfestivals eine Veranstaltungsreihe für Kinder vor. Hierfür werden wir Lernmittel zur usbekischen Zirkuskultur, zur Landes- und Religionskunde, zu Familientraditionen und Lebensweisen in Deutschland und Usbekistan erstellen, die Lehrer im Unterricht mit den Schülern anwenden können. Der Besuch der Schüler von Zirkus ohne Grenzen wird vielleicht ein erster Anstoß sein, sich mit dieser Region näher zu beschäftigten.
Hierfür arbeiten wir mit Schulen in Usbekistan und Deutschland, dem Kinderzirkus Cabuwazi in Berlin und dem Zirkuspädagogischen Zentrum Hannover zusammen. So können wir von deren Erfahrungen im Umgang mit Kindern im Zirkus profitieren und gleichzeitig nah an der Arbeit der Zirkusgruppen, die Kinder mit den Gästen bekannt machen.

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BEGLEITENDE AUSSTELLUNG

Aber auch für das erwachsene Publikum soll eine über das Programm hinausgehende Informationsmöglichkeit geboten werden. Eine begleitende Ausstellung wird in Usbekistan den Besuchern des Kokander Regionalmuseums die Möglichkeit eröffnen, Deutschland in Wort und Bild näher kennenzulernen. Die Ausstellung wird über den Zeitraum von drei Wochen im Kokander Museum zu besichtigen sein. Schülern, Studenten der pädagogischen Hochschule und anderem interessierten Publikum wird innerhalb einer Fragestunde die Möglichkeit eröffnet, sich über Deutschland zu informieren.
Die begleitende Ausstellung in Deutschland stellt die Geschichte und Kultur Usbekistans dar, beschreibt die Zirkus- und Gauklerkultur in Usbekistan. Auch eine Dokumentation der Arbeiten zuvor in Usbekistan wird hier zu sehen sein, damit sich das Publikum in Deutschland über die Vorbereitungen in Usbekistan ein Bild machen kann. Die ersten beiden Teile der Ausstellung werden in der Vorbereitungszeit des Projekts erstellt, der dritte wird als Dokumentation fortlaufend aktualisiert.
Die Ausstellung soll sich in räumlicher Nähe zu den Auftrittsorten befinden, so dass das Publikum vor dem Besuch der Vorstellung Zugang diese Hintergrundinformationen einsehen kann.

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_last update 27 February, 2004_